Was Ihr Bad kostet, entscheiden vor allem die Leitungen hinter der Wand, ob sich der Grundriss ändert und welche Steine und Armaturen Sie wählen. Auf der Insel kommen zwei Dinge dazu: hartes, kalkhaltiges Wasser und, je nach Lage, Salz in der Luft.

Dieser Text erklärt, wie sich die Kosten zusammensetzen, wann Sie eine Genehmigung brauchen, wie Sie mit hartem Wasser umgehen und welche Materialien auf der Insel lange schön bleiben. Er stützt sich auf unsere Arbeit als Studio für Bäder auf Mallorca mit Sitz in Palma.

Was ein Bad auf Mallorca kostet

Ein Bad ist pro Quadratmeter einer der teuersten Räume im Haus. Auf wenig Fläche treffen Sanitär, Elektrik, Abdichtung, Lüftung, Fliesen oder Stein und Maßanfertigung zusammen. Deshalb rechnet unser Budgetrechner für Bäder mit eigenen Sätzen: rund 2.600 Euro je Quadratmeter bei Qualität und Budget im Ausgleich, rund 3.500 Euro, wenn Qualität Priorität hat, jeweils im Rahmen einer Komplettsanierung und mit einer Spanne nach oben und unten.

Vier Dinge verschieben die Zahl innerhalb dieser Spanne am stärksten:

  • Die Leitungen. In älteren Häusern und Wohnungen liegen oft Leitungen, die beim Öffnen der Wand ohnehin getauscht werden sollten. Das sieht man erst, wenn die Fliesen ab sind, und es gehört deshalb als Position in jede seriöse Schätzung.
  • Der Grundriss. Bleibt die Toilette, wo sie ist, und die Dusche über dem alten Ablauf, ist das Bad deutlich günstiger, als wenn Fallrohre und Abläufe wandern.
  • Bodengleiche Dusche. Eine gemauerte, bodengleiche Dusche braucht Gefälle im Estrich und eine Abdichtung, die sauber ausgeführt ist. Hier sollten Sie nicht sparen.
  • Stein und Armaturen. Ein Waschtisch aus einem Block Naturstein, handglasierte Fliesen und Armaturen aus Messing kosten mehr als Standardware. Dafür altern sie gut. Mehr dazu in unserem Text über Materialien, die schön altern.

Brauchen Sie eine Genehmigung?

Ob Sie für ein neues Bad eine Genehmigung brauchen, hängt davon ab, was sich ändert. In Palma gilt, Stand 2026: Bleibt der Grundriss, wird nichts an tragenden Teilen geändert und braucht es kein Architektenprojekt, reicht eine Mitteilung an die Stadt, die comunicación previa. Bei einfachen Arbeiten dürfen Sie am Tag nach der Einreichung beginnen. Kleine Innenarbeiten unter 3.000 Euro ohne Projekt brauchen in städtischem Gebiet gar kein Verfahren, außer an geschützten Gebäuden.

Betrifft die Arbeit nichttragende Wände oder die Bewohnbarkeit, verlangt Palma die Unterschrift eines Technikers und eine Wartezeit von 15 Kalendertagen. Greifen Sie in tragende Teile ein oder wird mehr als 60 Prozent der Grundrissfläche umgebaut, brauchen Sie eine Baugenehmigung. In einer Wohnung kommt die Eigentümergemeinschaft dazu: Gemeinsame Steig- und Fallleitungen gehören allen, Änderungen daran stimmen Sie mit der Gemeinschaft ab. Andere Gemeinden haben eigene Verfahren, die Grundregel ist aber überall dieselbe. Mehr dazu in unserem Text zur Baugenehmigung auf Mallorca.

Hartes Wasser: was es für Glas, Armaturen und Fugen bedeutet

Das Leitungswasser auf Mallorca ist hart. EMAYA, der Wasserversorger von Palma, beschreibt das Grundwasser der Insel als hart, kalkablagernd und stark mineralisiert. Im Stadtnetz wird es je nach Jahreszeit mit Wasser aus Stauseen und Entsalzungsanlagen gemischt. Im August 2026 lagen die Messwerte in Palma zwischen 16 und 29 französischen Härtegraden, rund 160 bis 290 Milligramm Calciumcarbonat je Liter. Für das Bad heißt das: Kalk setzt sich an Glas, Armaturen und Fugen ab, und Warmwasserbereiter verkalken schneller. Dagegen lässt sich schon bei der Planung einiges tun:

  • Enthärtung einplanen. Eine Enthärtungsanlage am Hausanschluss oder zumindest vor dem Warmwasser schützt Leitungen, Boiler und Armaturen. Planen Sie den Platz dafür von Anfang an ein.
  • Wenig Fugen. Große Formate oder fugenarme Oberflächen sind leichter sauber zu halten als kleine Fliesen mit vielen Fugen, in denen sich Kalk und Seife festsetzen.
  • Glas, das man trocken bekommt. Eine feste Glaswand statt einer Kabine mit vielen Profilen, dazu ein Abzieher an der Wand. So bleibt weniger Wasser stehen, und es setzt sich weniger Kalk ab.
  • Zugängliche Armaturen. Strahlregler und Duschköpfe, die sich abnehmen und entkalken lassen, kann man regelmäßig reinigen. Sie bleiben so länger in gutem Zustand.

Feuchte, Lüftung und Salzluft

Im mallorquinischen Sommer ist die Luft warm und oft feucht, in Häusern mit dicken Mauern bleibt es im Winter klamm. Ein Bad braucht deshalb eine Lüftung, die Feuchte zuverlässig abführt, am besten ein Fenster und dazu eine leise mechanische Lüftung. Wo Feuchte aus der Wand kommt, etwa in alten Erdgeschossen, muss die Ursache behoben werden, bevor gefliest wird. Sonst wandert sie hinter die neue Oberfläche.

In Häusern nah am Meer greift salzhaltige Luft Metalle an. Für Armaturen und Beschläge lohnen sich dort hochwertige, korrosionsbeständige Oberflächen. Messing verändert mit der Zeit seine Farbe und bekommt Patina. Wenn Ihnen das gefällt, ist es eine gute Wahl.

Materialien, die sich auf Mallorca bewähren

Viele Materialien, die auf der Insel traditionell verwendet werden, passen ins Bad, wenn sie an der richtigen Stelle sitzen.

  • Marès-Stein. Der warme, weiche Sandstein der Insel ist porös. Als Bogen, Nische oder Wand außerhalb des Spritzbereichs eignet er sich sehr gut, im direkten Wasserbereich braucht er Imprägnierung und Pflege.
  • Handglasierte Fliesen. Jede Fliese ist in Farbe und Oberfläche etwas anders, die Wand wirkt dadurch weniger gleichförmig. Sie sind dicht und im Spritzbereich gut einsetzbar.
  • Naturstein und Marmor. Für Waschtische und Böden sehr schön, aber unterschiedlich empfindlich gegen Säure und Kalk. Die Auswahl sollte zur Pflege passen, die Sie sich vorstellen.
  • Kalkputze und geölte Hölzer. Außerhalb der Nassbereiche bringen sie Wärme ins Bad und sind diffusionsoffen, was dem Raumklima hilft.

Im Arabic Loft in Palma liegt die bodengleiche Dusche unter einem Bogen aus Marès-Stein, mit Messingarmaturen und einer eingebauten Bank in warmen Sandtönen. Die Materialien passen zum alten Gebäude, Dusche und Bank sind für den täglichen Gebrauch geplant.

So läuft eine Badrenovierung ab

  1. Konzept, drei bis vier Wochen. Termin vor Ort, Aufmaß, Gespräch darüber, wie Sie das Bad nutzen. Erste Grundrisse und drei Materialrichtungen.
  2. Detailplanung, zwei bis vier Wochen. Jede Wandansicht gezeichnet, jede Armatur und jede Fliese festgelegt, Materialmuster zum Anfassen und ein verbindlicher Kostenrahmen.
  3. Ausführung, sechs bis zwölf Wochen. Rückbau, Leitungen, Abdichtung, Fliesen und Stein, Montage, alles von einem Team koordiniert.

Insgesamt sind das drei bis sechs Monate. Wenn früh geplant ist, können Stein und Armaturen bestellt werden, bevor der Rückbau beginnt. Dann ist das Bad kürzer außer Betrieb. Für Eigentümer, die nicht auf der Insel leben, funktioniert das auch aus der Ferne, wie in unserem Text zum Renovieren auf Mallorca aus der Ferne beschrieben.

Wie wir bei CARLO Design Bäder planen

Wir planen jedes Bad danach, wie Sie es nutzen, und bauen es mit Fliesenlegern, Steinmetzen und Metallhandwerkern um, mit denen wir seit Jahren auf Mallorca arbeiten. Sanitär, Elektrik, Abdichtung und Lüftung koordiniert ein Team, und Sie haben einen Ansprechpartner. Ob es um ein Bad geht oder um mehrere als Teil einer größeren Sanierung, steht auf der Seite Bäder auf Mallorca. Wenn auch die Küche neu werden soll, hilft die Preisübersicht für Küchen auf Mallorca.

FAQ

Was kostet eine Badrenovierung auf Mallorca?

Unser Budgetrechner arbeitet für ein Bad im Rahmen einer Komplettsanierung mit rund 2.600 Euro je Quadratmeter, wenn Qualität und Budget im Ausgleich stehen, und mit rund 3.500 Euro, wenn Qualität Priorität hat. Das sind Richtwerte, Stand 2026. Was ein einzelnes Bad kostet, hängt vor allem am Zustand der Leitungen, an Grundrissänderungen und an Stein und Armaturen.

Brauche ich für ein neues Bad eine Genehmigung?

In Palma reicht für ein Bad ohne Änderung von Grundriss und Tragwerk in der Regel eine Mitteilung an die Stadt, die comunicación previa, und Sie dürfen am nächsten Tag beginnen. Greift die Arbeit in tragende Teile ein oder ändert sich mehr als 60 Prozent des Wohnungsgrundrisses, brauchen Sie eine Baugenehmigung. In Wohnungen stimmen Sie Arbeiten an gemeinsamen Leitungen mit der Eigentümergemeinschaft ab.

Wie lange dauert eine Badrenovierung?

Bei uns dauert ein Bad vom ersten Termin bis zur Fertigstellung drei bis sechs Monate: drei bis vier Wochen Konzept, zwei bis vier Wochen Detailplanung und sechs bis zwölf Wochen Ausführung. Die Bauzeit selbst ist der kürzere Teil. Gute Planung verkürzt sie, weil Fliesen, Stein und Armaturen dann bestellt sind, bevor der Rückbau beginnt.

Was hilft gegen Kalk im Bad?

Eine Enthärtungsanlage am Hausanschluss oder vor dem Warmwasser, Armaturen mit gut zugänglichen Strahlreglern, wenige Fugen und Glasflächen, die man mit einem Abzieher trocken bekommt. Glatte, dichte Oberflächen sind leichter zu pflegen als offenporiger Stein, der Kalk und Seife aufnimmt.

Eignet sich Marès-Stein für das Bad?

Marès ist ein weicher, poröser Sandstein. Als Bogen, Wandfläche außerhalb des Spritzbereichs oder als Ablage wirkt er sehr schön, im direkten Wasserbereich braucht er eine sorgfältige Imprägnierung und Pflege. Für Duschböden und Wände im Spritzbereich wählen wir meist dichtere Materialien.

Ihr nächster Schritt

Schreiben Sie uns ein paar Sätze zu Ihrem Bad: Lage auf der Insel, Größe, was sich ändern soll und bis wann. Wir melden uns mit einem Termin für den Projektcheck vor Ort oder per Video.

Was Ihr Bad als Teil eines größeren Vorhabens ungefähr kostet, rechnen Sie in zwei Minuten aus. Zum Budget- und Zeitplanrechner.