Auf Mallorca lebt man einen großen Teil des Jahres draußen. Terrasse und Garten sind oft der Ort, an dem sich der Alltag abspielt: Hier wird gegessen, gelesen, Besuch empfangen und ausgeruht. Wie gut Pool und Terrasse geplant sind, bestimmt deshalb stark, wie Sie das Haus nutzen.
Wir planen Außenbereiche in der Architektur mit derselben Sorgfalt wie in der Innenarchitektur auf Mallorca und stimmen Licht, Material, Schatten und Bepflanzung aufeinander ab. Hier beschreiben wir, worauf es ankommt, damit der Außenbereich zum Haus, zum Klima und zur Landschaft passt.
Terrasse und Garten in Bereiche gliedern
Wir beginnen die Planung eines Außenbereichs an der Tür des Hauses. Terrasse, Garten und Wohnraum behandeln wir als eine Folge von Räumen, die ineinander übergehen. Eine überdachte Veranda, ein schattiger Essplatz, Sitzmöbel in der Abendsonne, ein ruhiger Platz im Grünen: Jeder dieser Bereiche wird zu einer anderen Tageszeit genutzt.
Teilen Sie den Außenraum deshalb in Bereiche auf. Eine große Fläche ohne Gliederung wird selten genutzt. Feste Plätze zum Kochen, Essen, Ausruhen und Schwimmen geben dem Garten eine Ordnung, und Sie können ihn den ganzen Tag über nutzen.
Der Pool: Form, Wasserfarbe und Umrandung
Wie ein Pool wirkt, hängt von wenigen Entscheidungen ab. Eine klare, geradlinige Form passt zu zeitgenössischer Architektur; weiche, geschwungene Konturen passen besser zu einer rustikalen Finca im Landesinneren.
Die Wasserfarbe hängt von der Auskleidung ab. Helle Sand- und Beigetöne ergeben ein helles, türkisfarbenes Wasser wie in den Buchten der Insel; dunklere Grau- und Grüntöne lassen das Becken wie einen Teich wirken, in dem sich der Himmel spiegelt. Für die Umrandung bevorzugen wir lokalen Naturstein, etwa mallorquinischen Sandstein (Marés) oder Travertin, der barfuß angenehm bleibt und sich weniger stark aufheizt als dunkle Beläge.
Mediterrane Fliesen und Mosaik
Wenn das Becken Farbe bekommen soll, arbeiten wir mit mattem Mosaik oder handgefertigten Zementfliesen in gedämpften Blau-, Grün- oder Sandtönen. Wir raten zu einem einzigen ruhigen Farbton. Ein auffälliges Muster wirkt nach wenigen Jahren oft veraltet.
Infinity-Pool oder klassisches Becken
Ein Infinity-Pool lohnt sich nur in Hanglage oder mit weitem Blick, wenn die Wasserkante scheinbar in die Landschaft übergeht. Ohne diesen Ausblick ist ein klassisches Becken mit sichtbarer Steinkante oft die schönere Lösung, und die Pflege ist deutlich einfacher.
Salzwasser oder Chlor
Salzwassersysteme erzeugen Chlor in geringer, gleichmäßiger Konzentration aus Salz und werden von vielen als sanfter für Haut und Augen empfunden. Sie brauchen weniger Chemikalien. Salz kann aber auf Dauer bestimmte Natursteine und Metalle angreifen, deshalb müssen die Materialien rund um das Becken darauf abgestimmt sein. Ein klassisch chlorbasiertes System bleibt die robustere Wahl, wenn empfindliche Natursteinkanten im Spiel sind. Welches System passt, entscheiden wir deshalb zusammen mit der Materialwahl.
Beschattung: Pergola, Sonnensegel und Bäume
Ohne Schatten können Sie den Außenraum auf Mallorca im Hochsommer kaum nutzen. Wir kombinieren am liebsten gebauten Schatten mit dem von Pflanzen und Bäumen.
Eine Pergola aus Holz oder Stein fasst den Essplatz und lässt sich mit Wein, Bougainvillea oder Jasmin begrünen, der im Sommer Schatten spendet und im Winter Licht durchlässt. Sonnensegel und textile Markisen sind flexibler und wirken leicht. Am angenehmsten ist der Schatten von Bäumen: Eine alte Olive, eine Gruppe Zypressen, ein Johannisbrotbaum oder ein Feigenbaum binden den Garten an die Landschaft und wachsen mit den Jahren weiter.
Outdoor-Möbel und wetterfeste Stoffe
Außenmöbel müssen Sonne, Salz und gelegentlichen Regen vertragen. Wir wählen wenige, großzügige Stücke aus haltbaren Materialien. Bei den Stoffen sollten Sie sonnenechte, durchgefärbte Outdoor-Gewebe wählen: Sie verblassen nicht, trocknen schnell und behalten ihre Farbe über Jahre. Gedeckte, natürliche Töne wie Sand, Leinen, Terrakotta oder Olivgrün sehen länger gut aus als modische Farben und passen zur Umgebung.
Materialien: Naturstein, Teakholz und Terrakotta
Für einen mediterranen Außenraum eignen sich Materialien aus der Region: Naturstein für Böden und Mauern, Teak oder ein anderes witterungsbeständiges Hartholz für Möbel und Decks, Terrakotta für Pflanzgefäße und Beläge. Diese Materialien altern gut: Holz vergraut zu einem silbrigen Ton, Terrakotta bekommt Patina, und Stein sieht auch nach Jahren der Nutzung gut aus.
Mediterrane Bepflanzung
Mediterrane Pflanzen haben einen praktischen Vorteil: Sie kommen mit Hitze und Trockenheit zurecht, brauchen wenig Wasser und sehen das ganze Jahr gut aus. Olive, Zypresse, Oleander, Lavendel, Rosmarin, Zistrose und Agave sind immergrün oder haben silbriges Laub und geben dem Garten das Grundgerüst. Duftende Kräuter und Zitrusbäume gehören in die Nähe der Terrasse. Eine solche Pflanzung passt besser zur Insel als ein Rasen, der im Sommer ständig Wasser braucht.
Eine an das Klima angepasste Bepflanzung braucht wenig Wasser und sieht das ganze Jahr gut aus.
Innen und außen ohne sichtbare Grenze verbinden
Bei einem mediterranen Haus ist besonders wichtig, wie Innen und Außen ineinander übergehen. Bodengleiche Schwellen, ein Bodenbelag, der vom Wohnraum auf die Terrasse weiterläuft, große Schiebe- oder Faltverglasungen und aufeinander abgestimmte Farben und Materialien verbinden beide Bereiche. Wenn derselbe Steinboden innen wie außen liegt und der Blick ungehindert bis zum Pool und in den Garten reicht, wirkt das ganze Haus größer, heller und ruhiger.
Wenn Sie Ihren Außenbereich auf Mallorca neu gestalten oder einen Pool planen, betreuen wir das Projekt von der ersten Idee bis zur fertigen Terrasse. Wir sehen uns Ihr Grundstück an, prüfen Ausrichtung, Ausblicke und Licht und planen danach einen Außenbereich, der zu Ihrem Haus und zu Ihrem Alltag auf der Insel passt.
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